Eine gute Handwerker-Website kostet bei redcat als kompakter Auftritt ab 2.500 Euro netto. Eine klassische Unternehmenswebsite beginnt ab 3.900 Euro netto. Entscheidend ist aber nicht allein der Einstiegspreis. Entscheidend ist, was du dafür bekommst, was du selbst liefern musst und welche Kosten nach dem Livegang weiterlaufen.

Vergleiche Website-Angebote deshalb niemals nur anhand der Endsumme. Prüfe Struktur, Inhalte, Gestaltung, mobile Umsetzung, Anfrageweg, technische Grundlagen, Übergabe und laufende Zuständigkeiten. Zwei Angebote über jeweils fünf Seiten können vollkommen unterschiedliche Leistungen enthalten.

Dieser Artikel zeigt dir, wie der Preis entsteht. Du erfährst auch, wann ein kompakter Auftritt reicht, welche Zusatzkosten seriös sind und mit welchen Fragen du ein Angebot für deinen Handwerksbetrieb prüfen kannst.

2.500 €kompakter Auftritt ab
3.900 €klassische Unternehmenswebsite ab
4 bis 6Wochen häufige Projektzeit bei pünktlichen Freigaben
Festpreisnach geklärtem Umfang

Die kurze Antwort auf die Kostenfrage

Für 2.500 Euro netto lässt sich ein kompakter, individuell gestalteter Auftritt umsetzen, wenn Ziel, Umfang und Inhalte überschaubar sind. Dazu gehören bei redcat die vereinbarte Seitenstruktur, individuelles Design, technische Umsetzung, mobile Darstellung, SEO-Grundlagen, ein Kontaktformular und eine Einweisung. Eine klassische Unternehmenswebsite beginnt ab 3.900 Euro netto und gibt mehreren Leistungen, Referenzen und ausführlicheren Inhalten mehr Raum.

Das sind Redcat-Preise, kein behaupteter Marktdurchschnitt. Andere Anbieter können billiger oder teurer sein. Selbst ein höherer Preis sagt noch nichts darüber aus, ob das Angebot besser zu deinem Betrieb passt. Erst der benannte Leistungsumfang macht eine Zahl bewertbar.

Texte, Fotografie, Hosting, Domain, besondere Funktionen und laufende Betreuung können zusätzlich anfallen. Das ist nicht automatisch ein versteckter Aufpreis. Problematisch wird es erst, wenn notwendige Positionen vor der Beauftragung nicht angesprochen werden. Ein seriöses Angebot nennt, was enthalten ist, was du zulieferst und welche Entscheidungen den Preis verändern.

Auf unserer Seite zur Webentwicklung findest du den aktuellen Leistungsrahmen. Der Preiskalkulator gibt zusätzlich eine erste Orientierung. Das konkrete Angebot folgt nach dem Gespräch, weil eine Website für einen Dachdecker andere Inhalte braucht als der Auftritt eines Elektro- oder Gartenbaubetriebs.

Warum zwei Angebote mit fünf Seiten nicht dasselbe sind

Die Seitenzahl ist leicht zu zählen. Deshalb taucht sie in fast jedem Angebot auf. Sie sagt aber wenig darüber aus, wie viel Arbeit tatsächlich geleistet wird. Eine Startseite kann aus einer Überschrift, einem Bild und einer Telefonnummer bestehen. Sie kann aber auch Leistungen ordnen, Einsatzgebiete erklären, Vertrauen aufbauen, Referenzen zeigen und einen funktionierenden Anfrageweg vorbereiten.

Dasselbe gilt für eine Leistungsseite. Werden vorhandene Texte nur eingefügt? Führt jemand ein Gespräch mit dir, um typische Kundenfragen zu verstehen? Werden mehrere Leistungen sinnvoll getrennt? Entsteht ein eigener Text? Werden Bilder ausgewählt, komprimiert und mit passenden Alternativtexten versehen? Wird geprüft, ob die Seite auf dem Smartphone verständlich ist?

Auch die technische Ausgangslage verändert den Aufwand. Bei einer neuen Domain gibt es keine bestehenden Seitenadressen. Bei einem Relaunch müssen vorhandene URLs, Rankings, Verlinkungen und Weiterleitungen berücksichtigt werden. Wer eine alte Seite ersetzt, ohne diese Punkte zu prüfen, kann erreichbare Inhalte verlieren. Die neue Gestaltung mag dann besser aussehen, während Google und alte Verweise ins Leere führen.

Vergleiche deshalb nicht „fünf Seiten gegen fünf Seiten“. Vergleiche die Arbeitsschritte, Ergebnisse und Verantwortlichkeiten. Frage bei jeder unklaren Position nach einem konkreten Liefergegenstand. „SEO inklusive“ ist keine ausreichende Beschreibung. „Seitentitel, Überschriftenstruktur, interne Links, indexierbare Inhalte und Weiterleitungen für bestehende URLs“ ist wesentlich prüfbarer.

Diese Arbeit steckt vor dem ersten Entwurf im Preis

Eine brauchbare Handwerker-Website beginnt nicht mit Farbe und Schrift. Sie beginnt mit Entscheidungen über dein Angebot. Welche Leistungen willst du häufiger verkaufen? Welche Aufträge passen nicht? In welchem Gebiet arbeitest du wirtschaftlich? Welche Fragen stellen Interessenten vor dem ersten Anruf? Wer bearbeitet eine Anfrage?

Aus diesen Antworten entsteht die Seitenstruktur. Ein Betrieb mit einer klaren Hauptleistung und kleinem Einsatzgebiet kann kompakt starten. Ein Unternehmen mit mehreren Gewerken, Privat- und Geschäftskunden oder eigenem Recruiting braucht meist mehr Trennung. Diese Strukturarbeit ist unsichtbar, entscheidet aber darüber, ob Besucher sich zurechtfinden.

Danach folgen Inhalte und Nutzerführung. Ein Besucher soll erkennen, was du anbietest, ob du für seine Aufgabe zuständig bist und wie er dich erreicht. Bilder müssen zum Betrieb passen. Referenzen brauchen Kontext. Das Kontaktformular darf nur Informationen abfragen, die du für den nächsten Schritt wirklich benötigst.

Google empfiehlt Entwicklern, Websites sicher, schnell, zugänglich und auf allen Geräten nutzbar zu machen. Außerdem muss die Suchmaschine die Inhalte technisch erfassen können. Das zeigt, warum „online stellen“ nicht mit „professionell umsetzen“ gleichzusetzen ist. Quelle: Google Search Central, Leitfaden für Webentwickler.

01Ziel, Leistungen und Einsatzgebiet klären
02Struktur, Texte und Bilder planen
03Gestalten und technisch entwickeln
04Mobil, Kontaktwege und Weiterleitungen prüfen
05Livegang, Übergabe und Pflege regeln

Was ein kompakter Auftritt mindestens leisten sollte

Ein kompakter Auftritt ist keine halbfertige Website. Er beschränkt den Umfang auf das, was ein Betrieb jetzt wirklich braucht. Für einen kleineren Handwerksbetrieb können eine klare Startseite, eine gebündelte Leistungsübersicht, Informationen zum Betrieb und ein direkter Kontaktweg genügen.

Die Startseite muss in wenigen Augenblicken beantworten, welches Gewerk du anbietest, in welcher Region du arbeitest und wie ein Interessent den nächsten Schritt macht. Die Leistungsübersicht darf nicht nur Schlagwörter sammeln. Sie sollte erklären, welche Arbeiten du übernimmst und wo die Grenzen liegen. Das verhindert unpassende Anfragen.

Hinzu kommen die mobile Umsetzung, eine erreichbare Telefonnummer, ein funktionsfähiges Formular, eine nachvollziehbare Navigation und die technischen Grundlagen für Suchmaschinen. § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes nennt für geschäftsmäßige digitale Dienste bestimmte Anbieterinformationen, die leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein müssen. Welche Angaben dein Betrieb konkret braucht, sollte passend zur Rechtsform und Tätigkeit geprüft werden. Quelle: § 5 DDG.

Ein kompakter Auftritt passt, wenn du wenige Leistungen anbietest, bereits brauchbare Texte und Bilder besitzt und keine besonderen Funktionen benötigst. Er passt nicht, wenn zehn unterschiedliche Leistungen in einen einzigen Text gedrückt werden sollen. Dann spart die kleinere Seitenzahl Geld auf dem Angebot, erschwert aber Orientierung und spätere Auffindbarkeit.

Wann eine klassische Unternehmenswebsite sinnvoller ist

Eine klassische Unternehmenswebsite gibt einzelnen Leistungen, Zielgruppen oder Einsatzbereichen eigene Seiten. Das ist sinnvoll, wenn Kunden zu verschiedenen Problemen mit unterschiedlichen Fragen suchen. Ein Dachdecker sollte eine Dachreparatur nicht zwangsläufig im selben Absatz erklären wie eine komplette Sanierung. Ein Elektrobetrieb kann Photovoltaik, Gebäudetechnik und Störungsdienst ebenfalls nicht überzeugend mit drei Stichpunkten abhandeln.

Eigene Leistungsseiten helfen Besuchern bei der Entscheidung. Sie schaffen außerdem eindeutige Ziele für interne Links, Suchergebnisse oder Anzeigen. Das bedeutet nicht, dass jede kleinste Tätigkeit eine eigene Seite braucht. Dünne Seiten mit fast identischem Inhalt erhöhen nur Umfang und Pflegeaufwand.

Zusätzliche Bereiche können Referenzen, Team, Karriere, häufige Fragen oder mehrere Kontaktwege sein. Für einen wachsenden Betrieb ist eine Karriereseite oft keine Dekoration. Sie erklärt Arbeitsbedingungen, Aufgaben und Bewerbungsweg. Das benötigt eigene Gespräche und Inhalte und gehört deshalb nicht automatisch in den kleinsten Website-Preis.

Die passende Website für Handwerker entsteht aus deinem tatsächlichen Angebot. Nicht aus einer vorgegebenen Zahl von Unterseiten. Lass dir im Angebot erklären, warum jede geplante Seite gebraucht wird. Wenn der Anbieter keine Antwort hat, ist die Struktur wahrscheinlich noch nicht ausreichend durchdacht.

Diese Zusatzkosten können sinnvoll sein

Texte sind ein typischer Zusatzposten. Wenn du fertige, brauchbare Inhalte lieferst, müssen sie trotzdem geprüft und in die neue Struktur gebracht werden. Wenn die Agentur Interviews führt, Kundenfragen recherchiert und alle Texte schreibt, entsteht deutlich mehr Arbeit. Kläre auch, wie viele Korrekturrunden enthalten sind und wer Aussagen fachlich freigibt.

Eigene Fotografie kann den Unterschied zwischen einem echten Betrieb und einer austauschbaren Vorlage zeigen. Team, Fahrzeuge, Werkstatt und abgeschlossene Arbeiten schaffen Vertrauen. Ein Fototermin ist aber eine eigene Leistung. Stockbilder können ergänzen, sollten deinen Betrieb jedoch nicht vortäuschen.

Ein Redaktionssystem, oft CMS genannt, ist sinnvoll, wenn du festgelegte Inhalte selbst ändern möchtest. Es erzeugt Einrichtung, Schulung und später technische Pflege. Wenn dein Betrieb Änderungen ohnehin an die Agentur gibt, kann eine einfachere technische Lösung besser passen. Bezahle keine Bearbeitungsoberfläche nur deshalb, weil sie in einem Paket standardmäßig vorgesehen ist.

Besondere Funktionen gehören ebenfalls separat beschrieben. Dazu zählen Terminbuchungen, umfangreiche Formulare, Schnittstellen, Mitgliederbereiche, Rechner oder ein Shop. Die Formulierung „Kontaktformular inklusive“ darf nicht mit einem kompletten Angebotskonfigurator verwechselt werden.

Laufende SEO ist nicht dasselbe wie die SEO-Grundlage beim Aufbau. Eine technisch erfassbare Seite, klare Überschriften und passende Seitentitel gehören zur Basis. Fortlaufende Recherche, neue Inhalte, Auswertung und Optimierung sind eine eigene monatliche Leistung. Ein bestimmtes Ranking kann dir niemand seriös garantieren.

Was ein echtes Handwerker-Projekt über den Umfang zeigt

Die Website von Dachdecker Reblitz zeigt im sichtbaren Einstieg bereits Gewerk, Region und Anfrageformular. Diese Kombination ist keine allgemeine Vorlage für jeden Betrieb. Sie verdeutlicht aber, dass Gestaltung und Kontaktweg zusammen gedacht werden müssen.

Website von Dachdecker Reblitz mit Leistungsversprechen und Anfrageformular
Bei Dachdecker Reblitz sind Leistung, regionaler Bezug und Anfrageweg direkt miteinander verbunden.

Nutze die Referenz als Gesprächsgrundlage. Frage, welche Aufgaben die Agentur tatsächlich übernommen hat. Ein schönes Bild einer Website beweist weder eine SEO-Betreuung noch zusätzliche Kundenanfragen. Gute Anbieter trennen umgesetzte Leistungen von nachweisbaren Ergebnissen. Im konkreten Angebot müssen außerdem mobile Umsetzung, Zustelltest und spätere Zuständigkeiten benannt sein. Sie lassen sich aus einer Desktop-Aufnahme allein nicht beurteilen.

Baukasten, Freelancer oder Agentur

Ein Baukasten kann für einen sehr kleinen Betrieb ausreichen, wenn du Zeit, klare Inhalte und die Bereitschaft zur laufenden Pflege mitbringst. Die monatliche Softwaregebühr ist dann nur ein Teil deiner Kosten. Hinzu kommt deine eigene Arbeitszeit für Struktur, Texte, Bilder, Einrichtung, Prüfung und Änderungen.

Ein Freelancer bietet oft einen direkten Kontakt und kann ein klar abgegrenztes Projekt effizient umsetzen. Prüfe, welche Disziplinen tatsächlich abgedeckt sind. Gestaltung, Entwicklung, Text, SEO und Fotografie sind unterschiedliche Aufgaben. Niemand muss alles allein anbieten. Die fehlenden Teile müssen aber sichtbar zugeordnet sein.

Eine Agentur kann mehrere Aufgaben bündeln und Vertretung organisieren. Das erhöht nicht automatisch die Qualität. Es schafft vor allem einen anderen Leistungsrahmen. Frage auch hier, wer konkret arbeitet, wer Entscheidungen trifft und wer nach dem Livegang erreichbar ist.

Modell Passt häufig, wenn Vor Auftrag klären
Baukasten du selbst Zeit investieren und einen kleinen Umfang pflegen willst Eigentum, Export, Support, technische Grenzen und deine interne Zeit
Freelancer der Umfang klar ist und die benötigten Fähigkeiten abgedeckt sind Vertretung, Zusatzleistungen, Übergabe und laufende Pflege
Agentur Strategie, Gestaltung, Technik und Betreuung koordiniert werden sollen konkretes Team, Leistungsumfang, Freigaben und Folgekosten

Die richtige Wahl hängt nicht vom Etikett ab. Ein klarer Freelancer kann besser passen als eine unklare Agentur. Ein sauber genutzter Baukasten kann besser sein als ein teures Projekt ohne Inhalte. Entscheide anhand deiner Ziele, Kapazität und Verantwortung.

Mit diesen laufenden Kosten musst du rechnen

Eine Website bleibt nach dem Livegang erreichbar, weil Domain, Hosting und technische Dienste weiterlaufen. Kläre, wer diese Leistungen bereitstellt, in welchem Rhythmus sie berechnet werden und was bei einer Kündigung passiert. Frage auch nach kostenpflichtigen Schriften, Erweiterungen, Bildlizenzen oder externen Diensten.

Bei einem System mit regelmäßig aktualisierter Software muss jemand Updates, Backups und Funktionsprüfungen übernehmen. Das BSI bezeichnet Softwareupdates als Grundpfeiler der IT-Sicherheit. Es empfiehlt Unternehmen, die Zuständigkeit für den Updateprozess festzulegen und sie bei einem externen Dienstleister ausdrücklich in die Leistung aufzunehmen. Quelle: BSI, Cybersicherheit für KMU.

Betreuung kann technische Pflege, kleinere Inhaltsänderungen, Monitoring oder Weiterentwicklung umfassen. Diese Aufgaben gehören nicht automatisch in dieselbe Pauschale. Lass dir sagen, welche Reaktionszeit gilt, welches Zeitkontingent enthalten ist und was zusätzlich berechnet wird. Bei redcat richtet sich die Website-Betreuung nach Umfang und vereinbartem Retainer.

Eine einfache Jahresübersicht hilft beim Vergleich:

  • einmaliger Projektpreis
  • Domain und Hosting
  • technische Pflege und Backups
  • Lizenzen und externe Dienste
  • geplante Inhaltsänderungen
  • laufende SEO oder Anzeigen, falls beauftragt

So vergleichst du nicht nur den Startpreis, sondern die Verantwortung über einen realistischen Zeitraum.

Sicherheit, Barrierefreiheit und Recht sind keine Checkboxen

Rechtliche Texte sollten zu deinem Betrieb und den eingesetzten Diensten passen. Eine Agentur kann technische Plätze für Impressum, Datenschutz und Einwilligungen vorsehen. Sie ersetzt damit nicht automatisch eine individuelle Rechtsberatung. Frage, wer die Texte liefert, wer sie prüft und wie spätere Änderungen behandelt werden.

Barrierearme Gestaltung ist unabhängig von einer konkreten gesetzlichen Pflicht sinnvoll. Klare Überschriften, ausreichende Kontraste, verständliche Links, Alternativtexte und Tastaturbedienbarkeit helfen vielen Menschen. Der genaue Geltungsbereich des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes hängt jedoch von Unternehmen und angebotener Dienstleistung ab. Die Bundesfachstelle nennt für bestimmte Dienstleistungen Ausnahmen für Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme. Bei Shops oder elektronischen Vertragsabschlüssen sollte die konkrete Einordnung fachlich geprüft werden. Quelle: Bundesfachstelle Barrierefreiheit.

Auch Leistungstests brauchen klare Maßstäbe. Google beschreibt die Core Web Vitals als Messwerte für Ladeleistung, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität. Als gute Orientierungswerte nennt Google unter anderem einen LCP innerhalb von 2,5 Sekunden, einen INP unter 200 Millisekunden und einen CLS unter 0,1. Diese Werte sind Qualitätsziele, keine Garantie für ein bestimmtes Ranking. Quelle: Google Search Central, Core Web Vitals.

Domain, Zugänge und Nutzungsrechte müssen geklärt sein

Dein Betrieb sollte wissen, wer Inhaber der Domain ist, wo sie verwaltet wird und welche Zugangsdaten nach der Übergabe verfügbar sind. Für .de-Domains beschreibt DENIC den Providerwechsel über das AuthInfo-Verfahren. Als Domaininhaber kannst du damit die Verwaltung zu einem anderen Provider übertragen. Quelle: DENIC, Providerwechsel.

Die Domain ist nur ein Teil. Kläre auch Hosting, Redaktionssystem, Analysewerkzeuge, Google-Unternehmensprofil und gegebenenfalls Werbekonten. Zugänge sollten nicht ausschließlich an der privaten Adresse eines früheren Mitarbeiters oder Dienstleisters hängen.

Frage außerdem nach Nutzungsrechten an Design, Texten, Bildern und individuell entwickeltem Code. Darfst du die Inhalte nach Projektende weiterverwenden? Welche Schriften und Bilder sind lizenziert? Kann ein anderer Dienstleister die Seite betreuen? Ein niedriger Einstiegspreis kann unattraktiv werden, wenn du dauerhaft an eine nicht übertragbare Plattform gebunden bist.

Die IHK Darmstadt nennt bei ihren Vertragsmustern unter anderem die genaue Beschreibung von Vertragsgegenstand und Leistungsumfang, Mitwirkungspflichten, Pflegevergütung, Nutzungsrechte, Gewährleistung, Haftung und Laufzeit. Diese Punkte sind eine brauchbare Prüfliste, ersetzen aber keine Prüfung deines konkreten Vertrags. Quelle: IHK Darmstadt, Musterverträge.

So vergleichst du zwei Website-Angebote richtig

Lege beide Angebote nebeneinander und schreibe nicht zuerst die Endsumme ab. Markiere, welche Ergebnisse konkret benannt werden. Nutze dafür diese Tabelle:

Prüffeld Angebot A Angebot B
Ziel und Zielgruppe geklärt
Seiten und Funktionen einzeln beschrieben
Texte: Lieferung, Bearbeitung oder Neuerstellung
Bilder: vorhanden, Stock oder Fototermin
Mobile Darstellung und Browserprüfung
Kontaktformular inklusive Zustelltest
SEO-Grundlagen konkret benannt
Relaunch: Weiterleitungen und alte URLs
Korrekturrunden und Abnahme
Zugänge, Einweisung und Nutzungsrechte
Hosting, Pflege, Lizenzen und Kündigung
Festpreis und Regeln für Zusatzwünsche

Eine leere Position ist kein automatischer Mangel. Vielleicht lieferst du die Fotos selbst oder brauchst kein CMS. Sie ist aber eine offene Entscheidung. Lass sie vor der Beauftragung klären.

Bitte bei pauschalen Formulierungen um Beispiele. Welche SEO-Grundlagen sind enthalten? Welche Geräte werden geprüft? Was bedeutet Betreuung? Wie wird ein Zusatzwunsch kalkuliert? Wann gilt das Projekt als abgenommen? Je klarer die Antworten, desto geringer ist das Risiko, später über unterschiedliche Erwartungen zu streiten.

Rechne nicht mit Umsatzversprechen, sondern mit deinem Bedarf

Eine Website kann Anfragen unterstützen. Sie garantiert keine bestimmte Zahl an Kunden. Nachfrage, Angebot, Wettbewerb, Bewertungen, Erreichbarkeit und die Bearbeitung deiner Kontakte wirken zusammen. Lass dir deshalb keine sichere Amortisation durch einen einzelnen Auftrag versprechen.

Du kannst die Investition trotzdem wirtschaftlich einordnen. Beginne mit dem Zweck. Soll die Website bestehende Empfehlungen bestätigen, neue Leistungen sichtbar machen, Anfragen sortieren oder Bewerbungen erleichtern? Lege danach fest, woran du eine Verbesserung erkennst.

Für Anfragen kannst du Herkunft, Passung und Ausgang erfassen. Für Recruiting kannst du qualifizierte Kontakte und Gespräche dokumentieren. Für interne Entlastung kannst du prüfen, ob wiederkehrende Rückfragen sinken. Diese Messung beginnt nicht mit einer erfundenen Umsatzprognose, sondern mit einem klaren Ziel.

Berücksichtige auch deine eigene Zeit. Wenn du einen Baukasten an fünf Abenden selbst einrichtest, ist die Software nicht deine einzige Ausgabe. Wenn die Agentur ständig auf fehlende Texte wartet, verlängert sich ebenfalls das Projekt. Benenne intern eine Person, die Informationen sammelt und Freigaben erteilt.

Die faire RechnungBewerte den Preis gegen den vereinbarten Umfang, deine eigene Mitarbeit, die laufenden Kosten und das Problem, das die Website lösen soll.

Diese Warnzeichen solltest du vor dem Auftrag ernst nehmen

Misstrauisch solltest du werden, wenn ein Anbieter nach wenigen Minuten einen festen Preis nennt, ohne deine Leistungen, Inhalte und Ziele zu kennen. Dasselbe gilt für garantierte Google-Plätze oder eine zugesagte Zahl neuer Kunden. Eine Website kann gute Voraussetzungen schaffen. Den Markt und jede Entscheidung eines Interessenten kontrolliert sie nicht.

Ein weiteres Warnzeichen ist unklarer Besitz. Wenn niemand sagen kann, wem Domain, Konten und Dateien gehören, entsteht unnötige Abhängigkeit. Auch lange Vertragslaufzeiten ohne verständliche Leistung gehören erklärt.

Prüfe außerdem diese Punkte:

  • Das Angebot nennt nur Design, aber keine Inhalte und Kontaktwege.
  • „SEO inklusive“ bleibt ohne konkrete Aufgaben.
  • Texte und Bilder sollen später irgendwie geliefert werden.
  • Hosting, Lizenzen und Pflege tauchen nicht auf.
  • Es gibt keinen Zustelltest für Formulare.
  • Beim Relaunch sind keine Weiterleitungen vorgesehen.
  • Korrekturrunden, Abnahme und Zusatzwünsche sind ungeregelt.
  • Zugänge und Einweisung werden nicht erwähnt.

Keiner dieser Punkte verlangt ein kompliziertes Vertragswerk für ein kleines Projekt. Ein kurzes, eindeutiges Angebot ist besser als zwanzig Seiten Nebel. Entscheidend ist, dass beide Seiten denselben Umfang verstehen.

Dein Selbstcheck vor dem Erstgespräch

Du musst keine fertige Website planen, bevor du mit einer Agentur sprichst. Einige Antworten helfen aber, einen realistischen Preis zu erhalten.

  1. Welche zwei oder drei Leistungen sind für deinen Betrieb am wichtigsten?
  2. Für welche Kunden und welches Einsatzgebiet arbeitest du?
  3. Welche Inhalte der alten Website sollen bleiben?
  4. Gibt es verwendbare Fotos, Logo-Dateien und Referenzen?
  5. Wer liefert Informationen und gibt Entwürfe frei?
  6. Welche Anfragen willst du über die Website erhalten?
  7. Brauchst du Karriere, mehrere Standorte, Terminbuchung oder einen Shop?
  8. Möchtest du Inhalte selbst ändern oder Änderungen abgeben?
  9. Wer soll Domain, Hosting, Updates und Backups verwalten?
  10. Bis wann muss die Website fertig sein und warum?

Mit diesen Angaben kann ein Anbieter den Umfang begründen. Wenn dir mehrere Antworten fehlen, ist das normal. Dann sollte die Klärung Teil des Projekts sein und nicht stillschweigend vorausgesetzt werden.

Eine gute Handwerker-Website ist transparent kalkuliert

Eine gute Website ist nicht die billigste und nicht automatisch die teuerste. Sie ist so groß wie nötig, löst eine konkrete Aufgabe und lässt dich verstehen, wofür du bezahlst. Für einen kompakten Betrieb kann der Einstieg ab 2.500 Euro netto richtig sein. Für mehrere Leistungen und ausführlichere Inhalte ist eine klassische Unternehmenswebsite ab 3.900 Euro netto realistischer. Besondere Funktionen, Texte, Fotos, Hosting und laufende Betreuung werden passend ergänzt.

Der wichtigste Satz im Angebot ist deshalb nicht der Preis. Es ist die Beschreibung des Ergebnisses. Du solltest vor dem Start wissen, welche Seiten entstehen, wer Inhalte liefert, wie geprüft wird, welche Zugänge du erhältst und was danach weiterläuft.

Wenn du zuerst herausfinden möchtest, ob deine bestehende Website überarbeitet werden kann oder ein Neuaufbau sinnvoller ist, nutze den kostenlosen Handwerker-Check. Du bekommst eine direkte Einordnung ohne E-Mail-Pflicht für das Ergebnis. Danach kannst du mit einem klareren Bedarf in jedes Angebotsgespräch gehen.

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Quellen und Einordnung

Recherchestand: 22. September 2026. Die Preisangaben sind veröffentlichte Redcat-Einstiegspreise und kein behaupteter Marktmittelwert. Externe Quellen belegen technische, organisatorische und rechtliche Prüfpunkte. Der Artikel ersetzt keine Rechtsberatung, keine Vertragsprüfung und keine Erfolgsprognose.